Geschichte der Entdeckung

Im Jahr 1976 stolperten sowjetische Archäologen über eine geheimnisvolle Struktur in der Mitte der sibirischen Wildnis. Etwas 34 Walknochen steckten im Boden und bildeten einen Weg.
Auf einer kleinen Insel namens Yttygran im Beringmeer, nur 82 km vor der Küste von Alaska erstreckt sich dieser 550 Meter lange Knochenweg am Ufer entlang und wird deshalb – Whale Bone Alley genannt.

Der Weg besteht aus einem 600 jährigen Walkiefer und Rippenknochen, die jeweils 300 kg wiegen. Die Knochen stecken im Boden und stützen sich an Felsen. Archäologen glauben, dass in der Mitte von Whale Bone Alley einmal riesige Schädel und Gruben mit Tonnen von Fleisch lagen. Es wird angenommen, dass Whale Bone Alley viel weiter zurück datiert werden kann als bis ins 14. Jahrhundert und wurde von Eskimos erstellt.

Viele unbeantwortete Fragen

Fast 40 Jahre nachdem es zuerst entdeckt wurde, sind sich die Wissenschaftler noch immer nicht sicher, wer die geheimnisvolle Struktur gebaut hat und warum. Es ist ein Phänomen genau wie Stonehenge oder die Pyramiden.

Die gängige Theorie ist die, dass Whale Bone Alley ein Schrein war und heiliger Treffpukt von den lokalen Einwohnern, bekannt als Yupik. Es wird angenommen, dass dieser Weg aufgrund einer Eiszeit errichtet wurde, bei der es zur Nahrungsmittelknappheit führte.

Die Yupik haben aber eine andere Erklärung als die der Archäologen und behaupten, dass dieser Fleck nur ein Zentrum für alle darstellte für den Metzger und das Lagern von Walfleisch. Was auch immer die Herkunft sein mag, mehr als 600 Jahre später kann man heute noch immer die sehr gut erhaltenen Wal Knochen, die aus dem Boden kommen, sehen.

Whale Bone Alley heute

Während die Spekulationen weitergehen, wurde Whale Bone Alley als Weltkulturerbe gelistet und zieht immer mehr westliche Besucher an, die sich von dem Phänomen vor Ort ein Bild machen möchten.